Betrachtet man die Völker in allen Erdteilen im Hinblick auf Heilbehandlungen finden sich fast überall Hinweise auf die Blutegeltherapie als fester Bestandteil bei der Behandlung von Krankheiten.

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Heilen bedeutet hier unter anderem:

• Fehlendes ergänzen, Überflüssiges entfernen.
• Alle Körpersäfte fließen leichter und schneller. Dadurch können auch Flüssigkeitsansammlungen im Körper zum Fließen gebracht werden, sie drücken nicht mehr auf Nervenenden und es kommt zur deutlichen Schmerzlinderung.

Die Wirkung der Blutegel geht über die lokale Blutentziehung mit ihren entlastenden und entstauenden Effekten hinaus.

Der Egel gibt ein Sekret während des Saugens in den Körper des Menschen, das viele verschiedene Wirkungen verursacht:

• Gerinnungs- und entzündungshemmend
• Gefäßerweiternd und entkrampfend
• Blutgerinnungshemmend und blutreinigend
• Stoffwechsel reinigend
• Allgemeine Immunisierung
• Antithrombotische, antibiotische und antibakterielle Effekte

Die Blutegeltherapie hat sich begleitend zu anderen therapeutischen Maßnahmen bewährt.

Blutegeltherapie ist ein wunderbares Beispiel für das segensreiche Zusammenspiel zwischen dem überliefertem Wissen der Menschen und den reichen heilenden Kräften der Natur, die wir uns nutzbar machen dürfen.
Ab ca. dem fünften Lebensjahrzehnt verändert sich die Bluteigenschaft des Körpers (Gelenk- und Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Apoplex können die Folge sein.) Hier beinhaltet die Blutegeltherapie eine vorbeugende Maßnahme und ist eine Konstitutionstherapie.

Anwendungsgebiete für Blutegelbehandlung sind unter anderem:
• Gefäßerkrankungen: Krampfadern, Gefäßverschlüsse, Venenentzündungen, offene Beine (Ulkus cruris); Gefäßverkalkung, Blutergüsse, Herzerkrankungen, Ohrgeräusche
• Verspannungen: Trigenimusneuralgie, Migräne, Schwindel, Wadenkrämpfe, schmerzhafte Monatsblutungen
• Schmerzhafte Erkrankungen: Arthrose, Arthritis, Rheuma, Gicht, Nervenschmerzen, Gürtelrose, Wirbelsäulenschmerzen, Verstauchungen, Zerrungen, Prellungen, Blutergüsse
• Abwehrstärkung: Pilzerkrankungen, Säure-Basenharmonisierung, Entzündungen, Furunkel, Karbunkel
• Hormonelle Störungen: Wechseljahresbeschwerden, Lebererkrankungen und Depression